Namibia - Luxuriöse Selbstfahrer Tour
Für uns geht es bereits zum 21. Mal nach Namibia. Mit zunehmendem Alter werden wir auch etwas anspruchsvoller und beginnen, die Vorzüge des luxuriöseren Reisens zu schätzen. Nachdem wir das Land bislang vorwiegend mit Dachzelt und Camper und teils sehr abenteuerlich erkundet haben, lernen wir Namibia diesmal aus einer komfortableren Perspektive kennen – ohne jedoch auf spannende und anspruchsvolle Allradpassagen zu verzichten. Mit einem sehr komfortablen 4x4-Geländewagen machen wir uns auf den Weg ins Abenteuer „Luxuriöses Namibia“, bereit, das Vertraute aus einem neuen Blickwinkel zu erleben und dabei den besonderen Reiz von Komfort und Entdeckergeist zu verbinden.
Reiseroute
Luxus SUV für 4 Personen
Tag 1 Windhoek
Als Flug wählen wir die Swiss, in der Premium-Economy-Klasse von Zürich nach Johannesburg. In der Premium Eco haben wir deutlich mehr Platz als in der Economy, und auch das Essen wird etwas luxuriöser präsentiert. Nach einem rund fünfstündigen Aufenthalt in Johannesburg fliegen wir weiter nach Windhoek. Nach der Ankunft nehmen wir den Transfer zur Windhoek Luxury Suites und geniessen ein feines Nachtessen im Tasting Room des Stellenbosch Restaurants.
Tag 2 Etosha Nationalpark
Am frühen Morgen übernehmen wir unseren Mietwagen, einen luxuriösen Toyota Land Cruiser LC300. Zusammen mit unseren Freunden, die uns zwei Wochen begleiten, haben wir darin mehr als genug Platz für uns und unser Gepäck. Zuerst kaufen wir Getränke und ein paar Snacks ein – die obligatorischen Rohhackbrötchen aus der deutschen Metzgerei in Windhoek dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Danach geht es los Richtung Etosha Nationalpark.
Wir übernachten in der Etosha Oberland Lodge, direkt ausserhalb des Parks. Auf dem Lodge-Gebiet leben verschiedene Antilopen und auch Breitmaulnashörner. Aufgrund der grossen Trockenheit der letzten Jahre müssen die Tiere mit Futter versorgt werden. Dadurch erleben wir ein wunderbares Spektakel: Wir sitzen im Pool und können die Nashörner am Wasserloch aus nächster Nähe beobachten – ein magischer Moment.
Tag 3 Etosha Nationalpark
Kurz nach Sonnenaufgang fahren wir in den Etosha Nationalpark und beginnen unsere Pirschfahrt. Bei einer Wasserstelle entdecken wir Löwen, die wir über eine halbe Stunde lang – nur zusammen mit einer weiteren Reisegruppe – in aller Ruhe beobachten können. An verschiedenen Wasserstellen begegnen wir einer Vielzahl von Tieren, und bei Okaukuejo erleben wir eine riesige Elefantenherde, die zum Trinken erscheint. Ein eindrücklicher Auftakt in diesem faszinierenden Park.
Tag 4 Etosha Nationalpark
Wir fahren nach Etosha Heights zur die Safari Hoek Lodge. Da wir nur eine Nacht hier verbringen, starten wir früh, um trotzdem zwei Game Drives zu unternehmen und die Mountain Lodge besichtigen zu können. Auf dem Weg dorthin begegnen wir erneut einer grossen Elefantenherde, die zur Wasserstelle zieht.
Bei der Wasserstelle der Safari Hoek Lodge wurde ein Hide gebaut, von dem aus man die Tiere beim Trinken beobachten kann. Beide Lodges liegen erhöht und bieten einen wunderbaren Blick über die Ebene und auf eine Wasserstelle. Die Mountain Lodge ist etwas älter, aber sehr gemütlich, während die Zimmer der Safari Hoek Lodge moderner sind und einen fantastischen Ausblick bieten. Das Hauptgebäude ist luftig, hell und sehr einladend.
Tag 5 Damaraland - Twyfelfontein
Auf unsere nächste Unterkunft freuen wir uns besonders. Nach einer knapp vierstündigen Fahrt erreichen wir den Parkplatz von Onduli Ridge. Unser Guide holt uns ab und fährt uns zur rund zwanzig Minuten entfernten Lodge. Die sechs traumhaften Suiten sind harmonisch in den Hang integriert und bieten weite Ausblicke über das Damaraland. Die Fronten lassen sich komplett öffnen, und das Bett kann abends unter den Sternenhimmel geschoben werden – einfach unglaublich schön.
Am Nachmittag unternehmen wir eine Bike Tour mit E-Bikes durch die fantastische Landschaft, geniessen einen stimmungsvollen Sundowner und ein exzellentes Abendessen. Und später schlafen wir herrlich – unter einem funkelnden, klaren Sternenhimmel.
Tag 6 Damaraland - Twyfelfontein
An das frühe Aufstehen haben wir uns inzwischen gewöhnt. Heute geht es zu den Wüstenelefanten im Huab-Trockenfluss – für uns jedes Mal ein traumhaftes Erlebnis. Wir finden die Tiere, während sie noch unterwegs sind und hoch oben in den Anabäumen fressen.
Während unserer Kaffeepause mit Schokochino entdecken wir einen Halo, einen hellen Ring um die Sonne – ein fantastisches Naturphänomen. Auf dem Rückweg halten wir an vielen schönen Orten, um Fotos dieser beeindruckenden Wüstenlandschaft zu machen. Auch das Mittagessen ist wieder hervorragend.
Am Nachmittag geniessen wir die Ruhe am Pool und machen eine Siesta. Dani fährt später mit unserem Guide noch eine weitere Runde mit dem Bike durch die einmalige Landschaft.
Tag 7 Damaraland - Palmwag
Eine dritte Nacht in der Onduli Lodge lohnt sich auf jeden Fall, denn so hat man die Möglichkeit, die Spitzmaulnashörner zu besuchen, die in einem Konzessionsgebiet südwestlich leben. Mit einer Ausnahmebewilligung dürfen wir dieses besondere Erlebnis erfahren. Nach der lieblichen Landschaft des Huab-Flusstales gelangen wir in eine völlig andere Welt: eine schroffe, steinige Wüste. Immer wieder halten wir an, um die wuchtige Landschaft zu fotografieren und in uns aufzunehmen.
Die Nashörner sind heute weit entfernt, und unser Guide treibt uns an, denn die Ranger haben zwei Tiere aufgespürt. Als wir endlich ankommen, ist das Weibchen bereits verschwunden und das Männchen wirkt sehr nervös. Zu Fuss folgen wir den Rangern und haben Glück, den Bullen noch zu sehen. Er tänzelt unruhig davon, bleibt kurz stehen, dreht sich zu uns um, schnuppert und rennt dann in ein Tal davon. Obwohl wir ihn nur kurz sehen, ist es ein erhabenes Gefühl, einem so imposanten Tier so nahe zu kommen.
Die Ranger geben uns einen spannenden Einblick in ihre tägliche Arbeit und erzählen, was sie alles über dieses einzelne Nashorn wissen. Anschliessend besuchen wir kurz das Camp Doros und fahren mit dem Auto zurück. Auf dem Weg nach Palmwag halten wir noch bei Camp Kipwe, Mowani und dem Twyfelfontein Adventure Camp, um auch hier wieder auf dem neuesten Stand zu sein.
Tag 8 Kaokoveld - Hoanib Valley
Heute fahren wir in unser Lieblingstal – den Hoanib. Hier haben wir schon oft wild gecampt und wunderbare Erlebnisse gehabt. Dieses Mal übernachten wir im Hoanib Valley Camp, einem kleinen, persönlichen Camp auf einer offenen Ebene ausserhalb des Flussbettes. Von Palmwag aus ist die Strecke nicht weit, sodass wir noch Zeit haben, unseren Freunden den traumhaften Aussichtspunkt zu zeigen und unterwegs selbst eine kleine Pirschfahrt zu unternehmen.
Am Nachmittag starten wir mit unserem Guide im offenen Fahrzeug. Wir entdecken eine Elefantenherde mit Jungen – ein wunderschöner Anblick. In den nächsten beiden Tagen werden wir diese und auch eine weitere Herde immer wieder beobachten können.
Kaokoveld - Hoanib Valley
Tag 9 Kaokoveld - Hoanib Valley
Nebst den drolligen Elefantenjungen beobachten wir zahlreiche Giraffen, Oryx Antilopen und Springböcke – und sogar zwei Löwen. Wir geniessen die ruhige Zeit im Camp und kühlen uns zwischendurch im Pool ab.
Tag 10 Skeleton Coast
Da wir schon mehrmals selbst in dieser Gegend unterwegs waren, fahren wir ohne Begleitung über den Höhenweg vom Hoanib in den Hoarusib. Am Treffpunkt werden wir zusammen mit anderen Gästen, die zur Shipwreck Lodge reisen, abgeholt, und im Konvoi geht es weiter ins Sperrgebiet. Je näher wir der Küste kommen, desto stürmischer wird es.
Unten an einer grossen Düne hat sich eines der Fahrzeuge eingegraben. Der Guide erklärt uns, dass wir unbedingt in der Spur bleiben sollen, und zeigt uns unser Ziel – wir sehen lediglich einen einzelnen Pfosten im Sand. Also los. Die Spur ist vom Wind fast verweht, doch wir schaffen es bis zum Parkplatz.
Nach einem feinen Mittagessen beziehen wir unser schönes Zimmer. Am Nachmittag erkunden wir mit unserem Guide im geschlossenen Fahrzeug die spezielle, windgepeitschte Gegend. Es bläst weiterhin heftig, sodass wir nur vermummt aussteigen können. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, am Strand entlangzulaufen und die frische, salzige Luft einzuatmen.
Zum Abschluss hat unser Guide den Sundowner bereits vorbereitet. Wir geniessen ihn, während die Sonne spektakulär im Meer versinkt.
Tag 11 Skeleton Coast
Heute dürfen wir ausschlafen, denn unsere Quadbike-Tour startet erst um neun Uhr. Beim Frühstück beobachten wir, wie die Sandverwehungen mit einem Bagger weggeschaufelt werden müssen. Mit den Quads fahren wir tief in die Dünen hinein und erfahren viel über diese wunderbare, einsame Landschaft.
Danach wandern wir die 3,2 Kilometer zum Strand und entdecken spannende Spuren und Hinterlassenschaften der Tiere, die in dieser harschen Umgebung überleben. Der Wind ist leider noch immer zu stark, sodass das geplante Mittagessen am Strand ausfallen muss.
Am Nachmittag besuchen wir die Schiffswracks und die Robbenkolonie bei Möwe Bay. Ein weiterer erlebnisreicher Tag geht zu Ende.
Tag 12 Spitzkoppe
Nun heisst es wieder früh aufstehen, denn wir haben eine lange Strecke vor uns. Nach dem gewaltigen Sandsturm müssen zuerst die Holzpflöcke beim Parkplatz entfernt werden, denn hinter unserem Auto liegt eine grosse Sandverwehung – wir kämen sonst nicht weg. Danach folgen wir unserem Guide und fahren der Skeleton Coast entlang bis nach Möwe Bay. Dort verabschieden wir uns und machen uns selbstständig auf den Weg der Küste entlang bis Henties Bay.
Unterwegs machen wir das klassische Foto beim Ausgang des Skeleton Parks. Die Strecke ist sonst eintönig und grau, der Nebel hält sich hartnäckig über der Küste. Erst als wir in Henties Bay wieder ins Landesinnere fahren, wird es angenehm warm.
Am Abend geniessen wir unseren letzten Sonnenuntergang an der Spitzkoppe – wie immer ein wunderbarer, magischer Moment. Die Spitzkoppen Lodge enttäuscht uns leider etwas. Klar sind die Sonnenuntergänge unglaublich schön. Die Lodge selber ist leider ,im Verhältnis zur dem was man dafür erhält, etwas gar teuer geworden.
Tag 13 Swakopmund
Wir fahren weiter nach Walvis Bay, wo wir uns von unseren Freunden verabschieden. Sie fliegen von hier via Johannesburg zurück nach Zürich. Wir selbst bleiben noch zwei Tage in Swakopmund, treffen viele Bekannte und sehen uns einige neue Unterkünfte an.
Tag 14 Sandwich Harbour
Wir unternehmen einen Ausflug nach Sandwich Harbour. Frühmorgens müssen wir in Walvis Bay sein, damit wir vor der Flut dem Meer entlang Richtung Sandwich Harbour fahren können. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Dünen hier fast senkrecht aus dem Wasser aufsteigen.
Danach geht es hinauf auf die Dünen, wo wir die Weite, den Wind und die Stille geniessen. Nach einem feinen Mittagessen fahren wir durch die Dünen zurück nach Walvis Bay. Für uns, die wir schon viel unterwegs waren und auch selbst in den Dünen fahren, ist der Ausflug interessant, aber etwas sehr fahrintensiv.
Tag 15-16 Sossusvlei
Es geht weiter Richtung Sossusvlei. Die Dünen selbst besuchen wir dieses Mal nicht, denn wir waren schon mehrfach hier. Heute ist wieder ein Arbeitstag: In dieser Gegend entstehen laufend neue Unterkünfte, und einige davon schauen wir uns an. Die Unterschiede sind gross, und es ist immer wieder spannend, die Lodges persönlich zu erleben, statt nur Bilder und Kommentare im Netz zu sehen.
Wir übernachten in der Nähe des Sossusvlei und geniessen einen wunderbaren Sundowner auf einem Hügel mit Blick in die unendliche Weite. Ein besonderes Highlight sind für uns die Sleep Outs, die es inzwischen in immer mehr Unterkünften gibt. So können wir vor dem Einschlafen den Sternenhimmel beobachten – ein magischer Moment, den wir jedes Mal neu schätzen.
Tag 17-18 NamibRand Nature Reserve
Die nächsten zwei Tage geniessen wir im NamibRand Nature Reserve. Diese Gegend ist für uns immer wieder eine Reise wert – alle Lodges und Camps, die wir hier in den letzten Jahren besuchen, sind etwas Besonderes. Die Landschaft ist unvergleichlich, die Ruhe tief, die Weite schlicht ein Traum.
Je nach Unterkunft werden unterschiedliche Ausflüge angeboten. In Kwessi, wo wir dieses Mal wohnen, sind die Quadbike-Touren für uns ein echtes Highlight. Aber auch die Kombination aus Naturfahrten und kurzen Wanderungen ist sehr eindrücklich. Dazwischen entspannen wir am Pool und beobachten die Oryx, die in der herrschenden Trockenheit bis ans Wasser kommen.
Jedes Zimmer verfügt über ein eingebautes Star Bed, und so geniessen wir auch die letzten beiden Nächte unter dem funkelnden Sternenhimmel. Was gibt es Schöneres?
Tag 19 Windhoek
Die Fahrt geht zurück nach Windhoek, wo wir uns noch einmal mit Freunden treffen, bevor es dann zurück in die Schweiz geht. Ein schöner Abschluss einer unvergesslichen Reise.
Fazit
Diese Namibiareise stellt für uns in dieser Destination, eine neue Art des Reisens dar – eine Erfahrung, die wir keinesfalls missen möchten. Es beeindruckt uns, wie sich ein hoher Grad an Komfort und Verwöhnung mit der Unabhängigkeit eines Self-Drive-Erlebnisses verbinden lässt. Die Ruhe der einsamen Landschaften sowie die anspruchsvollen Allradpassagen verleihen der Reise einen besonderen Reiz und machen sie zugleich abwechslungsreich und erholsam.
Die luxuriösen Lodges haben ihren Preis. Für uns ist es daher besonders interessant zu prüfen, inwiefern sie diesem Anspruch gerecht werden. Die Kombination aus exklusiver Unterkunft und individueller Reisegestaltung erweist sich als wertvolle Bereicherung und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.